Workshops

 

Jay Ashby: Den Gipfel der eigenen Leidenschaft erklimmen?
Entdecken Sie ihren individuellen Zugang zur musikalischen Sprache
 

In diesem Workshop wird eine moderne Adaption der mündlichen Überlieferung vorgestellt. Während dieser Sitzung werden Sie Musikstücke identifizieren, die Sie wirklich mögen und die Sie motivieren. Ausgehend von diesen Stücken entwickeln Sie ein Spielkonzept für Ihre Arbeit einschließlich „LFR“ (Learn From Recordings).  Durch Hören, Singen, Spielen, Improvisieren und Gestalten werden Sie die Sprache des Stücks verinnerlichen. Wir werden einen Prozess erkunden, durch den Sie intuitiv auf das musikalische Material zugreifen können. Dies verschafft Ihnen die Möglichkeit, über das Auswendiglernen hinaus zu wachsen.

Jay Ashby ist ein vierfacher Grammy-Gewinner und ein "vollendeter Musiker", dessen Talente "kaum Grenzen kennen" (Pittsburgh Tribune-Review). Ashby ist seit über 30 Jahren mit einigen der renommiertesten Jazzkünstler*innen aufgetreten, auf Tournee gegangen und hat mit ihnen Stücke aufgenommen. Ashby ist sowohl als Posaunist als auch als Schlagzeuger auf über 175 Aufnahmen zu hören, die ein breites Spektrum an Stilen von Jazz über Pop bis hin zu Weltmusik abdecken. Seine Vielseitigkeit als Pop-Posaunist, Perkussionist und Arrangeur begann 1999 mit der Pop-Ikone Paul Simon, mit dem Ashby ausgiebig tourte und auftrat. Ashby leitet weltweit Meisterkurse, Weiterbildungen und Praxis-Workshops, darunter jährliche Veranstaltungen in Deutschland, Brasilien und Russland. Er verfügt über akademische Abschlüsse des Ithaca College und der Duquesne University und ist seit zehn Jahren Dozent am Oberlin Conservatory, an dem er aktuell die Jazz-Studiengänge leitet.

 
Jutta Drinda: Wie Sie mit Ritualen als Zündung mühelos loslegen können:
Lassen Sie Anreize und Rituale die Arbeit machen und greifen Sie so Ihrer Willenskraft unter die Arme!
Hochschule für Musik und Theater München, Deutschland

Wie motivieren Sie sich dazu, regelmäßig zu üben, zu trainieren oder eine Aufgabe zu erledigen, wenn Sie keine Lust dazu haben? Was können Sie gegen „regelmäßige“ Unlust bei immer wiederkehrenden Pflichten tun? Wie bringen Sie sich selbst dazu, den Anfang zu machen?
Wir schöpfen aus dem reichen Fundus der Motivations- und Lernpsychologie und entwickeln zusammen für jede*n Teilnehmer*in individuelle Rituale, die Sie garantiert ins Handeln und Tun bringen.

Jutta Drinda arbeitete viele Jahre als Diplom-Psychologin und approbierte Psychologische Psychotherapeutin in klinischen Institutionen sowie als Beraterin in verschiedenen Organisationen. Berufsbegleitend absolvierte sie Fortbildungen in Organisationsberatung, Supervision, Coaching und Betrieblichem Gesundheitsmanagement. Diverse Forschungsprojekte, Personal- und Konzeptentwicklung, Training und Supervision sind weitere Tätigkeitsbereiche, in denen sie sich ebenfalls beruflich engagiert.
Seit 2017 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Hochschuldozentin bei Professor Mornell an der HMTM, wo sie Wissenschaftliche Methoden der musikpädagogischen Forschung und Motivationspsychologie lehrt. Ihr besonderes Interesse gilt motivations-, lern- und kognitionspsychologischen Fragestellungen in Musik und Tanz. Einen weiteren Interessensschwerpunkt stellt das Gebiet der Gesundheitspsychologie im Rahmen der Musikermedizin und anderen musikbezogenen Kontexten dar.
Jutta Drinda praktiziert seit 18 Jahren mit Begeisterung orientalischen Tanz.

 
Holger Geschwindner1 & Christian Benning2: Keeping the Drive Alive
1Institute of Applied Nonsense and 2Christian Benning, Brunel University London, UK and University of Music and Theater Munich, Germany

Livestream aus dem Basketball-Trainingslager in Starnberg. Eine Podiumsdiskussion mit Spieler*innen, Trainer*innen und Musiker*innen über die langfristige Aufrechterhaltung von Antrieb und Fitness sowie die Vorbereitung auf den Wettkampf.

Holger Geschwindner was born in 1945 and started playing first division basketball when he was a teenager. He has won several championships and captained the German basketball team at the 1972 Olympics. During his playing days, he studied mathematics and physics, read philosophy and literature, and travelled the world. He worked for the Max-Planck-Institute of Psychiatry, built mill wheels in Bamberg, raised a pig named Bruno, saved a pecan nut farm in Mississippi, and hunted wolves around Mount Ararat. Geschwindner has been working with Dirk Nowitzki since 1995. He heads the "Institute for Applied Nonsense" where he still tries to reconcile sports with music and mathematics, physics, philosophy, and psychology.

Christian Felix Benning (*1995), multi-percussionist, is from Dachau, Germany. He took his first drum lessons at the age of three and immediately decided to become a percussionist. At 13, he was enrolled as Germany’s youngest precollege student for percussion at the University of Music and Performing Arts in Munich, studying with Dr. Peter Sadlo, Adel Shalaby and Arnold Riedhammer, winning several international competitions with highest scores, and absolving his Bachelor of Music with special distinction in 2019. Beyond his classic musical work and his leading role in a formative cultural project in Mauritius, since 2018 he has been collaborating with Dirk Nowitzki’s mentor Holger Geschwindner in a long-term interdisciplinary project combining percussion with basketball. Benning performances all over the world include concerts at the Elbphilharmonie (Hamburg, Germany), Musikverein (Graz, Austria), Beethoven-Haus (Bonn, Germany) Hercules Hall and Brunnenhof (Munich, Germany) or Century Park (Shanghai, China). He is the recipient of a grant from the German Scholarship Foundation.

 
Frank Heuser: Grenzen überschreiten. Die Rolle des/der Pädagog*in  im Musikunterricht auf den Kopf gestellt.
Universität von Kalifornien, Los Angeles, UCLA, USA

Der Übergang vom Musikstudierenden zum/zur Vollzeit-Musikpädagog*in erfordert, dass der/die Einzelne sich mit seinen/ihren Vorurteilen darüber auseinandersetzt, wie Lernen abläuft. Es gilt, Unterrichtsmethoden zu entwickeln, welche die Schüler*innen zum Lernen motivieren und die Fähigkeit zur Überprüfung der Wirksamkeit des Unterrichts zu erwerben. Diese Fähigkeiten bauen auf den in der Hochschulausbildung erworbenen Fertigkeiten auf, werden jedoch in den ersten Phasen der Lehrtätigkeit sehr beansprucht und überfordert.

Frank Heuser ist Professor für Musikpädagogik an der University of California Los Angeles, an der er Musikvermittlung unterrichtet und Musiklehrer*innen in Ausbildung betreut. In seiner wissenschaftlichen Arbeit konzentriert er sich auf die Weiterentwicklung musikpädagogischer Methoden. Mit Hilfe der Elektromyographie untersuchte er Probleme beim Tonansatz bei Blechbläser*innen, entwickelte Strategien zur Optimierung der theoretischen Musiklehrerausbildung und setzt gegenwärtig die Prinzipien des Informationsdesigns ein, um Lehrmaterialien für den Musikunterricht zu verfeinern. Er fungiert als Gastdirigent und Leiter von Workshops für Ensembles staatlicher Schulen und war Mitglied in einer Vielzahl von kunstpädagogischen Ausschüssen für den Bundesstaat Kalifornien als auch in Beurteilungsgremien für die National Endowment for the Arts.

 
Noa Kagayama: Mit Zuversicht in den Auftritt: Flow-fördernde Strategien gegen Leistungsdruck
The Julliard School of Music, Cleveland Institute of Music, New World Symphony, USA

Das Erreichen eines Flow-Zustands auf der Bühne kann eine unglaublich aufregende und befriedigende Erfahrung sein. Wie kann man einen solchen Zustand erreichen, wenn er sich so flüchtig, zufällig und außerhalb unserer Kontrolle anfühlt? In diesem Workshop experimentieren wir mit zwei Strategien zur Aufmerksamkeitskontrolle. Das Ziel ist, auszuprobieren, wie Musizierende ihre Erfolgschancen erhöhen, damit sie unter Druck einen Flow-Zustand erreichen können.

Der Leistungspsychologe Noa Kageyama ist Professor an der Juilliard School, des Cleveland Institute of Music und Mitglied der New World Symphony Orchesters. Der Violinist mit Konservatoriumsausbildung und Abschlüssen in Oberlin und Juilliard hat an der Indiana University in Beratungspsychologie promoviert. Er hat sich darauf spezialisiert, Musiker*innen die Prinzipien der Sportpsychologie näher zu bringen, damit sie ihre Fähigkeiten unter Druck voll entfalten können. Medien wie dem Wall Street Journal, NBC News, BBC Proms, Strad und Lifehacker haben über Noas Arbeit berichtet. Er hat eine eigene Coaching-Praxis, gibt Online-Kurse für die praktische Anwendung von Psychologie und ist Autor des Blogs und Podcasts The Bulletproof Musician.

 
Jan Müller-Wieland: Das leere Blatt Papier.
Musik erfinden hier und jetzt. Nur wie?
University of Music and Theater Munich, Germany

Wie entsteht Musik? Was kommt zuerst? Was zuletzt? Was trotz allem? Was sofort? Was ist was? Was ist eine Idee? Eine Inspiration?

JAN MÜLLER-WIELAND ist Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Theater München. Er komponierte über hundert Stücke, darunter fünfzehn Bühnenwerke, u.a. für die Staatsoper Hamburg, die Deutsche Staatsoper Unter den Linden, die Münchner Biennale, die Ruhrtriennale. Zuletzt wurde von ihm OPHELIA beim „Spannungen-Festival“ in Heimbach und WIR IRREN! für Klavier im Bonner Beethovenhaus uraufgeführt. In Planung ist ein neues Ensemble- und Chorstück.
Seine Kompositionsklasse betreut Jan Müller-Wieland seit dem WS 2006/07. Mit dieser hat er zahlreiche interdisziplinäre Projekte veranstaltet. U.a. „Splitter und Gedächtnis“ in Kooperation mit der Architekturabteilung der LMU oder „Ultrecht, Caravaggio, Europa“ mit der Alten Pinakothek.

 
Marein Orre: Wie Sie sich mit Ihrer Aufschieberitis anfreunden
Technische Universität München, Deutschland

Es gibt nur sehr wenige Menschen auf dieser Welt, die noch nie prokrastiniert haben. Wenn Sie dazu gehören, ist dieser Workshop nichts für Sie. Für alle anderen ist es eine Gelegenheit, einen Blick auf Ihre Aufschiebegewohnheiten zu werfen. Lassen Sie uns gemeinsam diskutieren und herausfinden, warum wir es tun und was wir dagegen tun können.

Marein Orre unterstützt  an der TU München als „Coach für Studierende“ Bachelor- und Masterstudierende in allen Themen rund ums Studium.  Als freiberufliche systemische Coach sind ihre Schwerpunkte berufliche Orientierung, Change und Innovation. Sie nutzt Methoden aus dem lösungsorientierten Coaching, Appreciate Inquiry und Design Thinking. Sie ist  Dipl.-Kffr. ( Universität zu Köln ), hat einen MSc in Coaching (ESBA-Institut, Wien.) und bringt langjährige Erfahrung im internationalen Produktmanagement mit. Vor ihrer Coachingtätigkeit hat sie sowohl in den USA als auch in Europa für Apple Computer und verschiedene Start-up Firmen als Produkt- und Marketingmanagerin gearbeitet.

 
Wiebke Rademacher: Concert. Design. Thinking.
Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, Österreich

Was passiert, wenn nicht Veranstalter*innen Konzerte für das Publikum kreieren, sondern das Publikum Konzerte für die Veranstalter*innen? Die Workshopteilnehmer*innen entwickeln kollaborativ in einem sog. Rapid-Prototyping-Verfahren das Konzertformat ihrer Träume und diskutieren, inwiefern partizipative Prozesse zur Motivation und Bindung des Publikums beitragen können.

Wiebke Rademacher ist Professorin für Kunst- und Kulturvermittlung und Instrumental- und Gesangspädagogik an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Sie studierte Musikwissenschaft, Geschichte, klassische Gitarre, Musikvermittlung und Musikmanagement in Köln, Maastricht und Basel. 2020 wurde sie an der Universität zu Köln mit einem Dissertationsprojekt zu Aufführungskontexten von klassischer Musik für breite Bevölkerungsschichten in Berlin um 1900 promoviert. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist sie als Dramaturgin, Musikvermittlerin, Beraterin und Musikerin aktiv. Von 2014–2021 leitete sie die Education-Abteilung von PODIUM Esslingen und initiierte dort zahlreiche innovative Vermittlungsprojekte.

 
Klaus Rom: Die drei Stufen der Motivation
Karl-Franzens-Universität Graz, Österreich

Was ist es, das Ihnen hilft ihre “Dinge gebacken“ zu bekommen? Brauchen Sie unmittelbare Belohnung oder zumindest die Erleichterung, die das Erledigen von überfälligen Aufgaben mit sich bringt? (Stufe 1)? Oder haben Sie schon gelernt, momentan Unangenehmes anzunehmen, weil der Lohn in der Zukunft winkt (Stufe 2)? Wie hat sich Ihr Antrieb im Laufe Ihres Lebens verändert? Wo stehen Sie heute? Welche Lektionen könnte man daraus lernen, gibt es eine 3. Stufe und was erwartet uns da? Ich würde mich freuen Sie in meinem Workshop zu begrüßen und Ihnen ein paar konkrete Antworten mitgeben zu dürfen. Und sicherlich auch ein paar neue Fragen.

Geboren 1977 in Klagenfurt/Österreich studierte Klaus Rom Lehramt Sport und Bewegung und Physik an der Universität in Graz. Seit 2003 unterrichtet und forscht er am Institut für Bewegungswissenschaft, Sport und Gesundheit der Universität Graz und an der Schule. Sein wissenschaftliches Spezialgebiet ist die Trainingstheorie. Er ist ein erfahrener Kletterer und Triathlet (olympische Distanz und Ironman). Neben seinen sportlichen Aktivitäten ist Klaus Rom Saxophonist und Gitarrist, Vater von 3 Kindern, bemühter Ehemann, Halter von ca. 14 Schafen, 20 Hühnern und sehr, sehr selten gelangweilt.

 


News

11. Januar 2023

Ein "neues" Jahr mit "alten" Vorsätzen?

Ehrlich gesagt, wenn Ihre Neujahrsvorsätze aussehen, als wären sie aus den Vorjahren recycelt worden, ist es an der Zeit, sich zu fragen: WARUM dieses Déjà-vu? Es ist nicht leicht, etwas zu ändern, und der erste Schritt besteht darin, das Problem ...

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03. Januar 2023

INFLATION überall, nur nicht bei uns!

Im Sinne des innovativen Geistes von Art in Motion, widersetzen wir uns dem weltweiten Trend und werden die Teilnehmergebühren fürs nächste Symposium nicht erhöhen. Stattdessen bleiben wir bei den Gebühren von 2021. Wir hoffen, dass diese kleine Geste für Sie ...

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27. November 2022

CALL FOR POSTERS jetzt offen!

Die Zeit vergeht wie im Fluge, und der Juni steht vor der Tür. Reichen Sie also so schnell wie möglich Ihre Forschungsarbeit oder Ihr Projekt in Form eines Posterbeitrags ein. Bitte beachten Sie die Hinweise zur Anmeldung und halten Sie ...

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